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Medien
Alkitreff (09.07.2010) • Seit acht Jahren wurde hinter dem Bahnhof (Walserplatz) ein Treffpunkt für alkoholab-hängige Personen auf autonome Weise betrieben. • Dieser hat zum Ziel, eine Sozialisierung seiner Benutzer in einem Rahmen zu ermögli-chen, der das Verantwortungsbewusstsein fördert. Ein weiteres Ziel stellt die Prävention von übermässigem Konsum dar. • In all diesen Jahren wurde im Rahmen von Fabriga, einem Programm zur beruflichen und sozialen Wiedereingliederung der Bildungs-, Sozial- und Kulturdirektion, eine minimale Betreuung gewährleistet. Bei der Umstrukturierung der Dienststellen zur beruflichen und sozialen Wiedereingliederung übernahmen die Gad-Stiftung und die Fachstelle für Ar-beitsintegration (FAI) diese Funktion. Während die Baudirektion ihrerseits für rechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem Baurecht zuständig war, sorgte die Polizei für die Einhaltung der Ordnung. • In einem Vertrag, den die Stadt Biel mit den Benutzern und ihren Wortführern abschloss, wurden die Grundregeln zum Betrieb und zum Verhalten festgelegt, die es einzuhalten galt. • Bis vor kurzem galt für den gemeinhin als „Alkitreff“ bezeichneten Treffpunkt ein gewisser Konsens. So wurde davon ausgegangen, dass dieser eine Konzentration seiner Benutzer an anderen heikleren Orten verhinderte. • Unter der Federführung der Bildungs-, Sozial- und Kulturdirektion fanden innerhalb der Verwaltung regelmässige Sitzungen statt. Bei diesen Gelegenheiten wurde geprüft, ob das Experiment fortgesetzt und ob gegebenenfalls eine Verlagerung des Standorts in Be-tracht gezogen werden sollte. Die Beteiligten gelangten dabei stets zum Schluss, dass dem "Alkitreff" eine wichtige soziale Funktion zukommt. Neue Entwicklungen • In letzter Zeit wurde festgestellt, dass sich die Benutzer des „Alkitreffs“ immer weniger an die vereinbarten und festgelegten Regeln hielten. • Die Ereignisse der letzten Tage, die in den Medien ausführlich zur Sprache kamen, bes-tätigen die bereits früher festgestellte Verschlechterung der Lage. • Der vor Ort festgestellte Alkoholverkauf durch die Benutzer widerspricht dem Prinzip, auf dem der Treffpunkt beruht. • Aufgrund des Baurechtes ist es nicht möglich, dieses Projekt am jetzigen Standort wei-terzuführen. Das Regierungsstatthalteramt hat die Schliessung des „Alkitreffs“ bis im Herbst (Mitte September) gefordert. • Die Nachbarschaft des „Alkitreffs“ ist mit der toleranten Vorgehensweise der Behörden in diesem Zusammenhang immer weniger einverstanden. • Die Suche nach einer Alternative zum Walserplatz erweist sich als schwierig. • Nebst all diesen Problemen ist die Tatsache zu beachten, dass der „Alkitreff“ nur von einer beschränkten Gruppe alkoholabhängiger Personen genutzt wird. Andere Gruppen wollen sich an anderen Orten in der Stadt treffen. Zukunftsperspektive • Bis Anfang August wird bezüglich der Zukunft des „Alkitreffs“ ein definitiver Beschluss gefällt. Geprüft werden zwei Alternativen:
• In den Juliwochen wird eine verstärkte Polizeiüberwachung angefordert. Die Sozialdiens-te werden ebenfalls für einen regelmässigen Kontakt sorgen. Weitere Auskünfte erteilen: Pierre-Yves Moeschler, Gemeinderat T: 032 326 14 01 N: 078 818 03 38 pierre-yves.moeschler@biel-bienne.ch zurück |
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